Express Kurier. Direkt.
Auch Overnight.
x25pronto Schweiz bringt Ware direkt ans Ziel. Für kleine Ware fährt ein Auto. Für mehr Platz gibt es Transporter oder XL. Direkt, Express und Overnight fahren von Montag bis Sonntag. Freie Zeiten stehen im Kalender.
Kostentransparenz: Kosten pro Sendung und Kostenstellen berechnen
Praktische Methoden zur Erfassung aller direkten und indirekten Transportkosten und zur Zuweisung auf Filial-Cluster in der Schweiz.
Kurzantwort
Berechnen Sie erst die direkten Transportkosten pro Sendung (Fahrzeit, Kilometer, Fahrer, Treibstoff). Addieren Sie anschliessend anteilige Gemeinkosten (Fahrzeugabschreibung, Verwaltung, IT, Lager) und weisen Sie Gesamtbeträge auf Kostenstellen oder Filial-Cluster zu. Nutzen Sie standardisierte Kostentreiber wie Fahrkilometer, Lieferaufträge oder Zeitfenster, um fair zu verteilen.
Warum Kostentransparenz wichtig ist
Unternehmen in der Schweiz brauchen Transparenz, um Rentabilität und Preise zu steuern. Ohne klare Kostenrechnung unterschätzt man oft indirekte Lasten wie Verwaltung oder Fahrzeugabschreibung. Klare Zahlen helfen bei Verhandlungen mit Kunden und bei Standortentscheidungen.
Schritt 1: Alle direkten Kosten erfassen
Direkte Kosten lassen sich unmittelbar einer Sendung zuordnen. Dazu gehören Fahrzeit, Fahrtstrecke, Lohn des Fahrers, Treibstoff sowie Verpackung und entsorgte Hilfsmittel. Erfassen Sie diese Daten digital über Tourenpläne oder Telematik. Pro Sendung rechnen Sie Kilometer- und Minutenkosten aus.
Schritt 2: Indirekte Kosten aufschlüsseln
Indirekte Kosten (Gemeinkosten) umfassen Fahrzeugabschreibung, Versicherung, Verwaltung, IT, Buchhaltung und Lagerfläche. Diese Kosten sind nicht an eine einzelne Sendung gebunden. Legen Sie Abrechnungsperioden fest (monatlich, quartalsweise) und summieren Sie die Gesamtgemeinkosten.
Schritt 3: Kostentreiber definieren
Wählen Sie sinnvolle Kostentreiber zur Verteilung indirekter Kosten. Gängige Treiber sind gefahrene Kilometer, Anzahl Sendungen, Auslieferungszeit oder belegte Fahrzeugstunden. Für Filial-Cluster eignen sich Kombinationen: Basis über Kilometer plus Zuschlag pro Auftrag für Handhabung.
Schritt 4: Zuweisung an Kostenstellen und Filial-Cluster
Richten Sie Kostenstellen für einzelne Shops, Regionen oder Filial-Cluster in Ihrer Buchhaltung ein. Verteilen Sie direkte Kosten direkt auf die Kostenstelle der Sendung. Verteilen Sie Gemeinkosten proportional nach gewählten Kostentreibern. Dokumentieren Sie die Methode, damit Controlling und Filialleiter Ergebnisse nachvollziehen.
Schritt 5: Praxisbeispiel und Prüfung
Beispiel: Filiale A hat 1'000 Sendungen und 5'000 km; Filiale B 500 Sendungen und 6'000 km. Direkte Kosten werden pro Sendung berechnet. Gemeinkosten von 10'000 CHF werden zu 60% nach Kilometern und 40% nach Sendungszahl verteilt. Prüfen Sie das Ergebnis auf Plausibilität und passen Sie Kostentreiber an.
Häufige Fragen
Welche Software eignet sich zur Erfassung?
Viele ERP- und Transportmanagement-Systeme (TMS) erfassen Fahrdaten, Touren und Kosten. Achten Sie auf Schnittstellen zu Telematik, Buchhaltung und Filialdaten. Kleine Firmen nutzen Tabellen zuerst, wechseln später zu TMS oder ERP.
Wie oft sollte man die Kostentreiber prüfen?
Mindestens vierteljährlich. Bei saisonalen Schwankungen oder geänderten Routen prüfen Sie monatlich. Passen Sie Treiber, wenn sich Fahrprofile oder Sendungsvolumen ändern.
Wie geht man mit Sonderfahrten oder Eilzustellungen um?
Sonderfahrten erfassen Sie als separate Kostenkategorie. Weisen Sie direkte Zusatzkosten (Zuschlag, zusätzliche Arbeitszeit) direkt der betreffenden Sendung zu. Berücksichtigen Sie ggf. einen separaten Kostentreiber für Eilsendungen.
Wie hilft Kostentransparenz bei Preisgestaltung?
Mit exakten Kosten pro Sendung erkennen Sie, welche Leistungen Gewinn bringen und welche subventioniert sind. So können Sie Preise nach Leistung, Distanz oder Servicelevel differenzieren.

